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Eingabe der Reisepassnummer – O oder 0, Buchstabe oder Zahl?

Wir haben heute unseren Flug in die USA gebucht, im Dezember geht’s also für zwei Wochen in die USA. So ein Buchungsvorgang bietet oft einige Hürden, und eine von denen, vor denen wir heute standen, war die Eingabe der Passport No. des Reisepasses. (Wieso das beim Buchen der Flüge nach Bali letztes Jahr nicht aufgetreten ist? – Keine Ahnung, wahrscheinlich haben wir damals einfach geraten… ;-))

Meine Reisepass-Nummer enthält eine Null – oder ein O?? Genau das war die Frage… Die Antwort war nach kurzem Googeln schnell gefunden, wir waren nicht die ersten mit diesem Problem. Vom Bundesministerium des Inneren gibt es ein Dokument über die alphanumerischen Seriennummern von Reisepässen, in dem u.a. folgendes erklärt wird:

Zur Vermeidung sinntragender Wörter und der Sicherstellung der OCRLesbarkeit wurde auf die Verwendung der Vokale (A, E, I, O, U) und bestimmter Buchstaben (B, D, Q, S) verzichtet.
Somit werden die Seriennummern seit dem 1. November 2007 aus folgenden Zeichen gebildet:
0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, C, F, G, H, J, K, L, M, N, P, R, T, V, W, X, Y, Z.

Mir stellt sich da die Frage, wieso man beim Einführen der Neuregelung im Jahre 2007 nicht eine Schriftart gewählt hat, die eine 0 eindeutig als Null kennzeichnet, z.B. durch einen Querstrich: 0 (auf Englisch übrigens crossed zero oder slashed zero genannt) – wo doch gerade die “Sicherstellung der OCR-Lesbarkeit” hervorgehoben wird… Darüber hinaus ist die Schriftart auch noch genau so gewählt, dass das Zeichen tatsächlich als 0 oder O durchgehen könnte, anders als z.B. in der Überschrift dieses Posts kann man nicht nach dem Motto “zu schmal für ein O” oder “zu rund für eine Null” verfahren, die Null entspricht exakt einem geschlossenen “C”.

Typographie-Fail, würde ich sagen! ;) Bei Dokumenten mit derartiger Wichtigkeit sollte auf so etwas eigentlich mehr Wert gelegt werden, aber das kennen wir ja bereits von vielen anderen Entscheidungen in diesem Land… :p Auch wenn es natürlich trotzdem Wichtigeres gibt, hat sich 2010 übrigens bereits der SPIEGEL unter dem schönen Titel “Die Nullen aus dem Innenministerium” damit beschäftigt! ;-) Und wie man zahlreichen Forenbeiträgen entnehmen kann, haben tatsächlich viele Reisende dieses Problem, besonders dann, wenn es in die USA geht, wo verständlicherweise beim Einreisen sowieso sehr genau hingeschaut wird und im Vorfeld online der ESTA-Antrag ausgefüllt werden muss.

Ob die Angaben auch für Personalausweise gelten, geht aus dem Dokument nicht hervor, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass die Vorgabe für deutsche Ausweisdokumente einheitlich ist.


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