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Atomkraft: Sauber und sicher in eine strahlende Zukunft

Die Überlegungen zu diesem Beitrag schwirrten schon länger in meinem Kopf, die Ereignisse in Japan haben mich nun dazu bewogen, diese auch zu bloggen.

Es dürfte sicher niemandem entgangen sein, dass es durch das Erdbeben in Japan in mehreren Atomkraftwerken zu Totalausfällen und Bränden gekommen ist, und dass das Atomkraftwerk Fukushima aktuell nur noch im Batteriebetrieb gekühlt wird. Inzwischen wurde in Japan auch der atomare Notstand ausgerufen.

Von Atomkraft-Befürwortern bekommt man in Diskussionen oft zu hören, dass Atomkraft die sauberste und sicherste Form der Energiegewinnung sei, die uns zur Verfügung steht. Ich möchte ganz kurz erklären, warum solche Aussagen in meinen Augen reine Augenwischerei sind. Dazu möchte ich mich zweier Analogien bedienen, die mir beim Auseinandersetzen mit dieser Thematik spontan in den Kopf geschossen sind:

  1. Ein Atomkraftwerk ist ungefähr so sauber wie ein Kohlekraftwerk, bei dem man die Abfallprodukte nicht aus Schornsteinen hinausbläst, sondern diese in Tonnen lagert und von Zeit zu Zeit an mehr oder weniger geeigneten Orten unter der Erde vergräbt. Der Müll ist noch da, aber wir sehen ihn nicht mehr – toll, oder?
  2. Mit der Sicherheit verhält es sich in etwa so wie mit dem Fliegen: Es mag sein, dass das Flugzeug statistisch gesehen das sicherste Verkehrsmittel ist. Und trotzdem möchte ich nicht dabei sein, wenn etwas schwerwiegendes passiert. Denn eines ist klar: Wenn etwas passiert, dann wird das gravierende Folgen haben.

Gelegentlich hört man auch, dass die Leute sich nicht beschweren sollen, und sich anstatt gegen die Errichtung von Zwischen- und Endlagern in ihrer Region zu demonstrieren lieber Gedanken über eine Lösung machen sollen, da der Atommüll nun einmal da sei und ja auch irgendwo hin müsse.

Dazu kann ich nur sagen, dass ich jeden verstehe, der unter seinem Haus, Garten oder dem Kinderspielplatz um die Ecke kein Atommüll-Lager haben möchte. Davon abgesehen kann es nicht die Aufgabe der Bevölkerung sein – erst recht nicht der Bürger, die sich schon immer gegen diese Form der Energiegewinnung ausgesprochen haben -, eine Lösung dafür zu finden. Das sollen mal schön die machen, die am meisten von der Atomenergie profitieren.

Das Thema ist natürlich eigentlich viel zu Umfangreich, um so kurz angerissen zu werden. Aber diese paar Gedanken wollte ich mal loswerden, vielleicht helfen sie ja auch dem ein oder anderen bei der Argumentation.

Was die Lage in Japan anbelangt: Vielleicht haben wir diesmal ja noch Glück – man kann es nur hoffen. Mit „im Griff haben“, wie mir jemand heute in einer Diskussion weismachen wollte, hat das aber bei weitem nichts zu tun.

http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12776626/Batterien-fuer-Notkuehlung-von-AKW-in-Japan-fast-leer.html

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One thought on “Atomkraft: Sauber und sicher in eine strahlende Zukunft

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