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Software-Test: Filmora Video Editor von Wondershare | Teil 3/4

Teil 3/4: Funktionen im Detail, Tipps & Tricks, Export

Nach dem ersten Eindruck im ersten Teil und Import & Bearbeitung im zweiten Teil möchte ich hier noch etwas detaillierter auf einzelne Funktionen eingehen und außerdem Tipps & Tricks geben, wie man bestimmte Sachen anstellen kann, bevor es dann an’s Fazit geht.

Video-Audiospur stummschalten

Dafür hätte ich mir eine offensichtlichere Lösung im User Interface gewünscht, zumindest ich möchte oft bei Urlaubs-Aufnahmen keinen Originalton haben, sondern in der Regel Musikuntermalung. Nur an bestellen mit besonders sinnvollem Text oder wo die Geräusche der Szene wichtig sind, blende ich dann den Originalton ein. So versteckt sich diese Funktion im Rechtsklick-Menü der Clips in der Timeline (“Lautlos”). Der Zustand wird aber leider auch nicht am Clip etwa durch ein durchgestrichenes Lautsprecher-Symbol abgebildet, sodass man außer per erneutem Rechtsklick nicht sehen kann, ob ein Clip gerade stumm ist, oder nicht. An dieser Stelle gibt es doch leider wieder einen Abzug in der User Experience.

“Einfach-Modus”

Den in Teil 1 erwähnten “Einfach-Modus” habe ich dann irgendwann auch noch ausprobiert. Er hält, was der holprige Name verspricht: Man Bilder und Videos aus, eines aus verschiedenen Presets an Effekten und Überblendungen, die Musik (vorgeschlagene oder eigene), bekommt eine Vorschau, und Exportiert das Video – kein Schnickschnack, keine riesige Fülle an Möglichkeiten. Zum schnellen Zusammenstellen von Slideshows (allerdings gibt es natürlich auch hier wieder eine entsprechend lange Renderzeit, die man einplanen muss) super geeignet. Allerdings nicht ganz fehlerfrei: So kann man beim Paket “Reise” (aktuell als “Beta” ausgezeichnet, vielleicht liegt’s auch daran) zwar Texte für den Vor- und Abspann einstellen, allerdings bleibt unter dem Vorspann immer “Travel” stehen, was sich nicht ändern lässt:
filmora_quickedit_glitch_travel

Ok, ist wie gesagt als Beta gekennzeichnet, da kann das mal passieren. Schön ist dafür die Vorschau auf die Presets, erst in Form eines Beispiel-Videos und dann anhand der Live-Vorschau, in der man direkt die Änderungen an den Texten sehen kann.

Export

Das Exportieren läuft selbst bei unbearbeiteten Szenen nicht in Echtzeit ab, und so hat der Export von 1 Minute Film mit Musik und einer Handvoll Filtern, Übergängen und Effekten hat im Format MP4 (Qualität: Beste) in einem ersten Test 2 Minuten und 55 Sekunden gedauert. Das ist dann doch etwas langsam für meinen Geschmack, allerdings habe ich keinen Gegenlauf mit Premiere oder After Effects gemacht, und hier kann das Rendern ja auch einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Zeit, die man dann sowieso mit etwas anderem verbringt, während man das Rendern nebenher oder über Nacht laufen lässt. Das praktische Dabei: Es lässt sich auswählen, ob nach dem Export ein Signalton ertönen oder sich der PC herunterfahren soll. Das ist für’s Rendern über Nacht äußerst praktisch.

Auswählen lassen sich nicht nur zahlreiche verschiedene Formate (WMV, MP4, AVI, MOV, FLV, MKV, TS, 3GP, MPEG-2, WEBM, HTML 5, MP3), sondern auch Ziel-Geräte, für die dann Qualität und Auflösung perfekt abgestimmt eingestellt werden. Hier stehen zur Auswahl: iPhone, iPad, Apple TV, iPod, Galaxy S5, Smart Phone, Android Gerneric (sic!), Nexus, Xbox one, PS4, Wii und SONY TV. Die Voreinstellungen sind dabei allerdings sehr auf möglichst geringe Dateigröße auf Kosten von Auflösung und Qualität bedacht. Zum Glück lassen sich die einzelnen Einstellungen wie Auflösung und Bitrate aber auch hier manuell einstellen und man bekommt immer eine grobe Schätzung der fertigen Dateigröße angezeigt.

filmora_export_formats

filmora_export_geraete

Außerdem lassen sich Youtube, Facebook und Vimeo direkt verknüpfen, um die Videos dort hoch zu stellen, und es gibt sogar die Möglichkeit, das Video direkt auf eine DVD brennen oder als DVD-Image abspeichern zu lassen. Mehr als genug an Möglichkeiten, da sollte für jeden etwas dabei sein. Während des Export-Vorgangs selbst sieht man dann noch ein kleines Vorschaubild.

Da das Ergebnis leider absolut nicht meinen Ansprüchen gerecht geworden ist, und ich somit auch keine Lust hatte, noch weiter herumzuspielen, habe ich mir den Export des Testergebnisses gespart. Vielleicht liefere ich hier noch etwas nach, aber jetzt geht es erst mal zum Fazit.

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